Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Werke zur Schau „B(l)ooming“ im Wallraf. Wie zugänglich ist altmeisterliche Kunst heute für junge Menschen? Und welche Bedeutung haben florale Motive in überwiegend urban geprägten Lebenswelten? Diesen Fragen widmeten sich Schülerinnen und Schüler aus Schulen des Regierungsbezirks Köln anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Museumsschule Köln in diesem Jahr.
Gemeinsam mit dem Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Corboud lud die Museumsschule Köln Schülerinnen und Schüler ein, eigene künstlerische Beiträge als Resonanz auf die Sonderschau „B(l)ooming. Barocke Blütenpracht“ einzureichen. Die entstandenen Arbeiten werden vom 21. März bis 10. Juli 2026 in der Ausstellung „B(L)OOMING NOW!“ im Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Corboud präsentiert. Die Schulkunstausstellung bildet zugleich den Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Museumsschule Köln. Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, 21. März 2026, 11 Uhr, im Foyer des Wallraf-Richartz-Museum und Fondation Corboud, Obenmarspforten 40, Köln-Innenstadt, statt.
Der Museumsdienst Köln kooperiert eng mit der Museumsschule. Sie ist eine gemeinsame, 1986 gegründete Einrichtung der Stadt Köln (Museumsdienst Köln) und der Bezirksregierung. Hier unterrichten Lehrkräfte aus dem aktiven Schuldienst direkt am außerschulischen Lernort Museum.
Unter dem Titel „B(L)OOMING NOW!“ waren Schülerinnen und Schüler aller Schulformen, von der Grundschule bis zum Berufskolleg, aufgefordert, eigene künstlerische Positionen zu entwickeln. Inspiriert von der barocken Bildsprache der Ausstellung im Wallraf entstanden aktuelle Arbeiten, die Naturdarstellungen mit teilweise brisanten zeitgemäßen Fragestellungen verbinden. Bis Ende Januar 2026 wurden mehr als 200 Werke eingereicht: Zeichnungen und Gemälde, Modeentwürfe, Fotografien, Keramiken, Plastiken und raumgreifende Objekte. Die Arbeiten entstanden sowohl in konzentrierter Einzelarbeit als auch in kollaborativen Prozessen. Beteiligt haben sich Schülerinnen und Schüler im Alter von sieben bis 18 Jahren aus sechs Grundschulen, zwei Realschulen, einer Gesamtschule, vier Gymnasien, zwei Förderschulen, zwei Berufskollegs sowie mehrere Jugendliche, die ihre Werke eigeninitiativ einreichten.
Einige Beiträge werden von intensiven reflektierenden Texten begleitet, die ökologische, konsumkritische oder auch religiöse Bezüge herstellen. Gemeinsam mit einer interaktiven Voting-Station eröffnet die Ausstellung Denkräume zu Themen wie Heimat, Klimawandel, Vergänglichkeit oder persönlichen Beziehungen und schlägt so eine Brücke zwischen barocker Symbolik und Gegenwart.
Von Schülerinnen und Schülern juriert und kuratiert
Ein besonderes partizipatives Merkmal von „B(L)OOMING NOW!“ ist die weitgehend eigenverantwortliche Arbeit der jungen Menschen an allen Ausstellungsschritten. Jury, Konzeption, Inszenierung, Bildauswahl, Raumgestaltung und Textgestaltung lagen maßgeblich in deren Händen. Die Schülerinnen und Schüler haben somit einen Großteil der kuratorischen Arbeit selbst geleitet. Der Projektkurs Kunst Q1 des Kölner Elisabeth-von-Thüringen-Gymnasiums entwickelte Bewertungskriterien, auf deren Grundlage die eingereichten Arbeiten juriert wurden. Die Schüler-Kuratorinnen und Schüler-Kuratoren Katya Smirnova (Beethovengymnasium Bonn, EF) und Mikael Azizi (Gesamtschule „Bonns Fünfte“, Klasse 9) sichteten die Werke.
Das würdigende Ergebnis der Schülerinnen- und Schüler-Jury: Alle eingereichten Werke werden präsentiert.